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Am Vorabend zum Dreikönigstag veranstalteten wir bekanntlich unser Häsabstauben in der Turn- und Versammlungshalle Stuttgart- Steinhaldenfeld. Mit rund 300 Gästen aus Nah und Fern erlebten wir einen gelungenen und atmosphärischen Brauchtumsabend.
Schon am Morgen des 5. Januar ging es mit den letzten Vorbereitungen und dem Aufbau für uns Quellenweiber und unsere Helfer los. In einer einfachen Sporthalle musste eine Bar geschaffen werden, es mussten Steh- und Sitzplatzbereiche eingerichtet werden und natürlich musste eine ansprechende Dekoration her. Mit viel Fleiß, kreativen Problemlösungen und dem Engagement aller waren wir pünktlich mit dem Aufbau fertig und konnten um 19.00 Uhr die ersten Gäste begrüßen. Sehr schnell füllte sich der Saal, so dass um 20.06 Uhr, zum offiziellen Beginn der Veranstaltung, unser Zunfti Mike in einer fast voll besetzten Halle die Anwesenden begrüßen durfte.
Der Abend bot ein abwechslungsreiches Programm mit stimmungsvoller Guggenmusik, Schau- und Showtänzen und traditionellen Brauchtumselementen. Den Start machten die Elefantis Rhythmusguggen aus Winnenden, die dem Saal gleich zu Beginn richtig Leben einhauchten. Sie sind eine Guggenband, die aus 35 behinderten und nicht behinderten Menschen besteht. Das Publikum war begeistert und das zu Recht!
Natürlich darf eine Gruppe beim Häsabstauben nie fehlen: das Männerballett des Cannstatter Quellen-Club. Wie immer ein absoluter Hingucker und stimmungsvoller Programmpunkt. Dieses mal überraschten uns die hart gesottenen Männer mit einem erotisch-knisternden Striptease.
Den zeitlichen Rahmen sprengte eine Überraschung, die unser Technik-Weib Tobi für unseren Zunfti Mike organisiert hatte. Den ohne Mikes Wissen kamen auf einmal die Lez Fezz Guggen aus Wernau einmarschiert. Die Überraschung war sichtlich gelungen und die Fezzer heizten nicht nur Mike, sondern dem ganzen Saal, mächtig ein. Dadurch verschob sich das Programm dann um ca. 30 Minuten, was einem Brauchtumsabend aber sicher keinen Beinbruch verursacht.
Die Teenagergarde der KG Buchfinken aus Bietigheim nahm sich einem aktuellen Werbethema an und zeigte tänzerisch was passiert, wenn Milch auf Schokolade trifft. Den Zuschauern hat es gefallen und so musste spontan eine Zugabe her, auf die die jungen Damen gar nicht vorbereitet waren - souverän konnte dieses Problem dennoch gelöst werden und das Publikum bekam eine Zugabe.
Die Querköpf aus Winnenden brachten das Publikum dann wieder auf die Bänke, denn das Musiküsschen Dunja, die musikalische Leiterin der Guggenband, stimmulierte die Gäste durch gesangliche Einlagen zum Mitsingen, worauf die Band lautstark einstimmte.
Aus Fluorn (findet man tatsächlich mit GoogleMaps ) reisten 8 Mädels zwischen 28 und 38 Lenzen an, die uns den Showtanz "Safari" präsentierten. Ein gelungener Auftritt, der logischerweise mit viel Sekt belohnt wurde. Schließlich treffen sich die Schwoba-Dancers auch wöchentlich zum Sekt trinken... oder war es doch zum trainieren?!
Richtig heiss wurde es unserem Moderatorenteam Daniel und Mike nicht nur durch die Scheinwerfer der Bühnenbeleuchtung, sondern natürlich auch durch die Samba-Gruppe des Cannstatter Quellen-Club. In ihren knapp geschnittenen Kostümen heizten sie zu rhythmischen Klängen dem Saal auf etwas andere Weise ein, als es zuvor die Guggenbands machten.´
Den Abschluss des Rahmenprogramms machten dann die Romdreibr aus Reichenbach, die den Saal vor dem Masken verdienen und Masken abstauben nochmal in Stimmung brachten und so den Schlusspunkt unter einen gelungenen Brauchtumsabend setzten.
Der Höhepunkt des Abends war dann die Maskenprüfung der drei Anwärter Ralf, Sacha und Totö sowie das Abstauben der Maske mit anschließender Aufführung des Quellenweiber-Tanzes. Die Zeremonie verlangte von den Kandidaten, geistige und sportliche Aufgaben zu bewältigen, was beim ein oder anderen zu offensichtlichem Unbehagen führte. So geht es einem eben, wenn man den Narren-Ruf der eigenen Häsgruppe nicht kennt . Dennoch absolvierten alle drei die Aufgaben mit Bravour, so dass auch jeder seine wohlverdiente Maske in Empfang nehmen und sich in den Reihen der Maskenträger einreihen durfte.
Im Anschluss reinigte Mike mit Unterstützung seines Vize-Zunftis Daniel symbolisch eine Maske und befreite diese vom Staub und Schmutz, der sich über die fasnetsfreie Zeit angesammelt hatte. Nach dem abstauben der Maske begann die Verteilung jeder einzelnen Maske an die Quellenweiber.
Der Quellenweiber-Tanz ließ dann auch nicht mehr lange auf sich warten. Als krönender Abschluss eines kurzweiligen Abends in Steinhaldenfeld präsentierten die Tanz-Weiber, was ihnen ihre Trainerin Loni in vielen Stunden mühevoller Trainingsarbeit eingetrichtert hat. Es bleibt festzustellen... die Arbeit war nicht umsonst und der Ruf nach einer Zugabe war deutlich aus dem Publikum zu vernehmen.
Am Ende verabschiedete unser Zunfti Mike die Gäste und mit einer emotionalen Dankesrede endete das Häsabstauben 2012 irgendwann kurz nach Mitternacht. Zu den Klängen unserer Begleitband "Duo Karacho" feierten noch viele Gäste mit den Quellenweibern eine stimmungsvolle Party, bevor noch in der Nacht die Abbau- und Aufräumarbeiten begannen. Die letzten gingen am Morgen des Dreikönigstages gegen 6.00 Uhr ins Bett... müde aber überglücklich.
Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals bei unseren zahlreichen Gästen für ihr Kommen. Ihr seid ein tolles Publikum gewesen und habt diesen Abend zu einem ganz besonderen für uns Quellenweiber gemacht. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr... gleicher Ort, gleiche Zeit!
Den Originalbericht vom Häsabstauben mit dazugehörigen Bildern findet Ihr unter weiber.quellenclub.de. |